Kampagnen Automation spontan gestalten: So arbeiten Sie mit Event-Triggern

28 Mai 2020 | von Anne-Kathrin Stolz

Relevanz ist das A und O – Das wissen Sie sicher auch. Nur leider ist die im Marketing so oft nicht planbar, da sich die Voraussetzungen für die Empfänglichkeit eines Kunden für eine bestimmte MarketingBotschaft schnell ändern können. Wie können Sie also Ihre Kampagnen so automatisieren, dass Sie spontan auf solche Änderungen reagieren können? 

Was sind Event-Trigger?

Event-Trigger sind in der Regel Ereignisse, die als Auslöser für den Versand bestimmter Marketing Botschaften definiert werden können. Typischerweise unterscheidet man zwischen zeitbasierten, internen und externen Event-Triggern. Während zeitbasierte Trigger sich meist auf ein Datum im persönlichen Profil eines Kunden beziehen, wie beispielsweise den Geburtstag oder ein Jubiläum und damit relativ gut planbar sind, basieren interne Trigger auf konkreten Handlungen eines Kunden. Das macht sie nur schwer planbar, da sie sowohl verhaltens- als auch transaktionsbasiert sein können. Externe Trigger gehen noch einen Schritt weiter und beziehen sich auf externe Ereignisse, wie beispielsweise eine von einem Geofence ausgelöste Push-Benachrichtigung, sobald ein Kunde ein Ladenlokal betritt.

Event-Trigger Geburtstag

Beispiel für einen zeitbasierten Trigger: Geburtstags-Kampagne

Push- und Pull-Kanäle

In Bezug auf Event-Trigger macht es sicherlich auch Sinn, sich die genutzten Kanäle einmal genauer anzusehen. Denn hier stellt sich die Frage, wer den Zeitpunkt für die Aussteuerung einer durch einen Trigger ausgelösten MarketingBotschaft bestimmt. Ist es der Kunde, der beispielsweise durch das Einscannen seiner Kundenkarte an der Kasse oder durch den Besuch des Online-Shops den nächsten Kampagnenschritt auslöst (Pull-Kanäle)? Oder ist es der Marketing Manager selbst, der beispielsweise als nächsten Kampagnenschritt eine E-Mail angesetzt hat, sobald der Kunde sein 1-jähriges Kundenjubiläum feiert (Push-Kanäle)? So oder so, die Nutzung von Event-Triggern führt zu deutlich mehr Relevanz im Marketing, da aktuelle Ereignisse direkt in die Kampagnen einbezogen werden.

Ein Beispiel

Stellen Sie sich vor, einer Ihrer Kunden stöbert gerade in Ihrem Online-Shop und fügt einige seiner Lielingsstücke seinem Warenkorb hinzu, schließt den Kauf aber auch nach einer Stunde nicht ab und verlässt Ihren Shop unverrichteter Dinge. Was tun Sie jetzt?

Warten Sie bis er zurückkommt in der Hoffnung, dass er den Bestellvorgang doch noch beendet? Könnten Sie tun, erfolgsversprechender wäre aber, den Warenkorbabbruch als Trigger zu nutzen, um den Start einer für Warenkorbabbrecher bestimmten Kampagne auszulösen. Dabei sollten Sie nicht nur die Produkte anbieten, die sich ohnehin schon im Warenkorb befinden. Vielleicht wäre jetzt genau der richtige Zeitpunkt, die Daten und Insights, die Sie durch eine 360° Kundenansicht sammeln konnten, zu nutzen und passende oder alternative Produkte, basierend auf dem bisherigen Kaufverhalten und den Transaktionen ähnlicher Kunden , anzubieten. Stichwort: Best Next Offer.

Außerdem spielt auch der verwendete Kanal eine wichtige Rolle. Während der eine Kunde besser über E-Mail zu erreichen ist, reagiert der nächste vielleicht eher auf Push-Benachrichtigungen. Auch diese Daten lassen sich mithilfe der 360° Kundenansicht einfach analysieren. 

Event-Trigger Warenkorbabbruch

Beispiel für eine Warenkorbabbruch-Kampagne

Das kombiniert mit einem Incentive, wie beispielsweise kostenlosem Versand oder einem Rabatt-Coupon je nach Kundenwert, kann den Unterschied machen und doch noch zu einer erfolgreichen Bestellung führen.

Auch der Kontext spielt eine Rolle

Hierbei macht es durchaus Sinn auch den Kontext des Warenkorbabbruchs zu betrachten, um die MarketingBotschaften und insbesondere deren Zeitpunkt noch intelligenter zu gestalten. Findet der Warenkorbabbruch beispielsweise am Wochenende oder am Abend eines Wochentages statt, können wir davon ausgehen, dass der Kunde frei hat und für die Nachricht empfänglich ist. Hat der Abbruch beispielsweise aber mittags an einem Wochentag stattgefunden, ist es eventuell besser, mit der Botschaft bis zum Abend zu warten. Ein sehr gutes Beispiel für die Kontextbetrachtung liefert Google mit seinen „Micro Moments“. Sucht jemand auf Google Maps nach einem Restaurant, ist der offensichtlichste Kontext natürlich „Wo befindet sich die Person gerade“. Google bezieht aber noch deutlich mehr Kriterien in die Suche mit ein, wie zum Beispiel die Uhrzeit oder das bisherige Suchverhalten, um dem Suchenden passende Restaurants vorzuschlagen.

TakeAways

Die Kampagnen Automation spontan zu gestalten bietet einige Vorteile, wenn es um zeitliche und inhaltliche Relevanz im Marketing geht. Event-Trigger sind ein adäquates Mittel, das Kundenverhalten und dessen Kontext in Ihre Marketing Kampagnen einfließen zu lassen, um so den Kunden Ihre Kommunikation mitgestalten zu lassen. Welche Event-Trigger sonst noch in der Praxis angewendet werden und wie Sie Event-Triggered Marketing bei Ihnen im Unternehmen implementieren können, erfahren Sie in unserem kostenlosen Whitepaper:

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